Virtuelle Geschäftsadresse für den Briefbogen

Gerade für Existenzgründer ist eine virtuelle Geschäftsadresse für den Briefbogen eine sinnvolle Vorgehensweise, um kostengünstig bei Neukunden Vertrauen zu erwecken und Professionalität zu signalisieren. Psychologisch wird eine Firmenadresse, die in Berlin „Unter den Linden“ anzutreffen ist, einen ganz anderen Eindruck erwecken, als irgendeine Dorfanschrift. Unternehmen, die an renommierten Adressen anzutreffen sind, suggerieren den Kunden, dass es sich bei einer Firma um ein etabliertes Unternehmen handelt, das über einen finanziellen Hintergrund verfügt und mit großem Budget und großen Aufträgen umgehen kann. Gerade auch für Betreiber von Onlineshops ist eine repräsentative Anschrift ein großes Plus. Oftmals zögern Kunden zu kaufen, weil sie bei Firmen, die an kleinen Orten ansässig sind, die Professionalität bezweifeln und lieber bei einem etablierten Konkurrenzanbieter kaufen. Dies ist ein normaler psychologischer Effekt. Es ist also keine Frage: mit einer virtuellen Geschäftsadresse an einem renommierten Ort, kann man durchaus die Umsätze steigern.

Diesen Bedarf haben inzwischen verschiedene Dienstleister entdeckt und somit findet man immer mehr Anbieter, die nicht nur eine virtuelle Geschäftsadresse für den Briefbogen anbieten, sondern komplette Büroapparate, die flexibel bei Bedarf hinzugebucht werden können. Der Vorteil liegt auf der Hand: gerade Existenzgründer verfügen oftmals über beschränkte finanzielle Mittel. Eigene reale Büroräume anzumieten, ist ein großer Kostenfaktor, zumal nicht nur die monatliche Miete gezahlt werden will, sondern auch laufende Kosten wie Telefon, Strom etc. Aber auch eine Erstausstattung mit Möbeln und Kommunikatiosanlagen ist eine extreme finanzielle Belastung.
Eine virtuelle Geschäftsadresse für den Briefbogen macht diese gesamten Unkosten obsolet. Durch die Variante einer „gemieteten Geschäftsadresse“ reduzieren Unternehmen die Risiken, die eine Existenzgründung mit sich bringt enorm.

Für eine monatliche Gebühr wird die gesamte Post an jede beliebige Adresse weitergeleitet und potenziellen Kunden wird Professionalität signalisiert. Ist man auf der Suche nach einem Anbieter, sollte man schon von Anfang an in Betracht ziehen, was man genau benötigt und vielleicht in Zukunft benötigen wird. Wird man in Zukunft viele Telefonanrufe erwarten, ist es absolut unseriös, zwar eine Geschäftsadresse z.B. in Berlin zu haben, jedoch als Firmentelefonnummer einen Anschluss irgendwo im Bayerischen Wald anzugeben. In dem Fall sollte der Anbieter die Möglichkeit anbieten, eine Telefonistin hinzuzubuchen, die Telefonate beantwortet und unter derselben Vorwahl wie die Firmenadresse anzutreffen ist. Ähnlich verhält es sich mit Konferenzräumen. Erwartet man, dass in Zukunft persönliche Geschäftsgespräche abgehalten werden müssen, sollte der Dienstleister unter der Firmenadresse über Konferenzräume verfügen, die bei Bedarf angemietet werden können.


Bild: Karl-Ernst Selke